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„Making of“ – Produktion des neuen Pero Negro Titels „Camino Light“

Die Idee kam in einer Redaktionssitzung auf. Bei der Recherche nach den Altersstrukturen der Jakobspilger in Spanien und Portugal fiel auf, dass die Menschen, die den Jakobsweg gehen, hauptsächlich in der Altersklasse bis 25 J. und ab 60 J. zu finden sind. Die Mittelschicht ist kaum vertreten. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Welcher Familienmensch mit Kindern kann sich schon vier oder mehr Wochen Zeit nehmen, um einen der popülären Jakobswege, wie den Camino Francés, den Camino de la Costa / del Norte oder den Camino Portugués zu gehen? Da bleibt für den Familienurlaub am Strand oder den Skiurlaub wenig Zeit und der Haussegen hängt schief. Die Idee zu unserem „Camino light“ war also schnell beschlossene Sache und die Bezeichnung dafür lag auf der Hand. „Light“, diese aus der Werbewelt entliehene griffige Bezeichnung, steht bei uns für „kurz“, jedoch nicht für anspruchslos und gleichzeitig auch für einen „Lern“ – Jakobweg für die Menschen, die sich grosse Distanzen einfach nicht oder noch nicht zutrauen. Bei der Suche nach dem richtigen Jakobsweg für unser neues Projekt, fiel die Wahl auf den Camino Inglés, den Englischen Weg, ein relativ unbekannter, doch sehr alter Pilgerweg der von Ferrol über ca. 120 km nach Santiago de Compostela führt. Es gibt vier „offizielle“ Etappen von jeweils ca. 30 km, die von Pilgerherberge zu Pilgerherberge führen. Um unseren „Light“ Gedanken gerecht zu werden, beschlossen wir, die Etappen auf acht zu erhöhen und jeweils dort auch angemessene Unterkünfte zu finden. So bleibt es jedem überlassen, ein eigenes Schrittmaas zu setzen und individuell nach Laufvermögen und Zeiteinsatz zu planen.

Der Plan für unser neues Projekt war also abgeschlossen, nun geht es an sie Umsetzung und die Recherche vor Ort.