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Ruhetag in Coimbra

Nach den Anstrengungen der ersten acht Jakobsweg-Etappen mit jeweils dreissig Kilometern und zum Schluss vielen Steigungen bin ich nun in Coimbra gestrandet.

Schon bei der Ankunft machte sich eine beginnende Sehnenscheidenentzündung am rechten Unterschenkel bemerkbar. Leider verschlimmerte es sich noch über Nacht, so dass ich gestern beschlossen habe, noch einen Tag länger in Coimbra zu bleiben. Als erstes habe ich mein Gepäck auf überflüssige Dinge untersucht und doch einiges an Kleidung und Equipment gefunden, welches ich wohl nicht mehr brauchen werde. Ebenso habe ich mich in das nächste Sportgeschäft aufgemacht und mir ein paar leichtere Wanderschuhe ohne Schaft gekauft, da leider, so gut die Schuhe auch vom Fussbett waren, der Schaft genau auf die entzündeten Sehnen drückt. Zum Glück habe ich direkt welche gefunden. So wird nun ein Paket mit den Schuhen und Ausrüstungsteilen zurück in die Schweiz geschickt.

Lokal behandele ich die Entzündung mit Diclofenac-Pflastern, ebenso kommt Arnika und Diclofenac als Tabletten zum Einsatz. Das Wichtigste sind sicherlich meine beiden Ruhetage, die mir als Unruhe-Geist eher schwer fallen, aber die ich doch konsequent mit Bein hochlagern und kühlen verbringe.

So hoffe ich,  dass ich morgen die nächste Etappe auf dem Jakobsweg Camino Portugués in Richtung Porto starten kann. Dreiundzwanzig Kilometer durch relativ ebenes Gelände und mit einem leichteren Rucksack sollte ich schaffen.

Heute werde ich noch ein wenig (!!!) Coimbra, hier insbesondere das Universitätsviertel auf dem Hügel erkunden und sonst weiter ruhen, ruhen, ruhen…….

Blog | Etappe 09