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Kontemplation auf dem Jakobsweg

Jakobsweg – Kontemplation | Wie funktioniert das?

Der Pilgerweg – Die Reise zu sich selbst. Erfahren Sie auf dem Jakobsweg in Spanien und Portugal die Kontemplation während dem Wandern, Pilgern.

Kontemplation (lat. contemplatio „Anschauung, Betrachtung“) bedeutet im ursprünglichen Sinn eine beschauliche Betrachtung, welche auf einen oder nur wenige Gedanken konzentriert ist und klare und einfache Strukturen im Geist schafft. Nicht zu verwechseln ist die Kontemplation mit der Meditation, die eine vollkommene Leere des Geistes anstrebt.
Der Begriff Kontemplation wird heute in vielerlei Hinsicht verwendet, teilweise auch mit spirituellen Themen verknüpft, was aber nicht dem ursprünglichen Sinn entspricht. Wir haben diesen Begriff ganz bewusst gewählt, um eine Art Schlagwort für das zu finden, was das Pilgern des Jakobsweges in Spanien und Portugal ausmacht: Es ist eine betrachtende Wegerfahrung, die mittels dialektischer Ansätze Gedanken raffiniert und Lösungen aufzeigt.

Was heißt das nun konkret?

Egal, wie man den persönlichen Alltag strukturiert, er ist stets gekennzeichnet von Anspannung, Verpflichtungen, Erwartungshaltungen, teilweise auch von Existenzängsten und Problemen. Keiner von uns ist frei davon. Wer hat nicht schon mal mit dem Gedanken gespielt, sich eine „Auszeit“ zu nehmen? Damit einher geht in der Regel der Wunsch, sich in entspannter Atmosphäre Zeit zu gönnen, um die eine oder andere Entscheidung zu treffen oder gar sein Leben neu zu definieren.
Genau dies ist der Ansatz, der hier behandelt werden soll. Es reicht nämlich nicht, einen dreiwöchigen Urlaub in einem Ferienort mit ständiger Reizüberflutung zu buchen. Vielmehr geht es darum, seine ureigenste Gedankenwelt zu ordnen und unangestrengt Lösungen oder neue Ansätze zu entwickeln.
Der Pilgerweg ist dafür bestens geeignet. Er bietet aufgrund der überaus ansprechenden Naturkulisse Anregung für beschauliche Betrachtungen. Es ist eine Art körperlicher und geistiger Ertüchtigung, was den Reiz des Weges ausmacht.
Man braucht jedoch ein gewisses Mass an Zeit, um diese Erfahrung zu machen. Es lohnt kaum, weniger als drei Wochen für den Jakobsweg einzuplanen. Die ersten Tage während dem Wandern kämpft man mit seinem Körper und den kleinen Wehwehchen, die immer auftreten können. Teilweise zweifelt man auch an der Richtigkeit des ganzen Unterfangens. Danach tritt Schritt für Schritt eine Art Gleichklang von Körper und Geist auf, die am Ende dazu führt, dass man Dinge klarer sieht und vielleicht sogar entschlossen ist, längst überfällige Entscheidungen zu treffen.

Natürlich ist diese Erfahrung immer sehr individuell und einzigartig, doch stets ist sie eine gute Erfahrung. Keiner wird am Ende des Weges bereuen, den Pilgerweg gemacht zu haben.

Sofern Sie nur die kleinsten Impulse spüren, Ihr Leben zu verändern, verzichten Sie auf den jährlichen Strandurlaub und wagen Sie eine Reise zu sich selbst.

Auf dem Jakobsweg | Jakobsweg Bücher

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