Das Heilige Jahr
Das Heilige Jahr (auch Jubeljahr genannt) wurde durch die Bulle Antiquorum von Papst Bonifatius im Jahre 1300 ins Leben gerufen. Ursprünglich sollte dieses besondere Jahr nur alle 100, dann alle 50 und später sogar alle 33 Jahre ausgerufen werden. Im Jahr 1470 wurde dann mittels eines unabänderlichen Erlasses von Papst Paul II verbindlich festgelegt, das Jubeljahr alle 25 Jahre zu begehen. Zudem gibt es immer wieder außerordentliche Jubeljahre. In einem Heiligen Jahr ist ein vollständiger Ablass aller Sünden möglich.
Das Privileg, ein "Heiliges Jahr" auszurufen hat neben Rom, Jerusalem und Santiago de Compostela (Spanien) nur noch das Kloster Santo Toribio de Liébana in Potes, unweit des Küstenweges. Hier befindet sich das größte erhaltene Stück vom Kreuze Christi, das von Bischof Toribius im 5. Jahrhundert von Jerusalem nach Spanien gebracht worden war. Heute verfügt das Kloster über das Privileg, immer dann ein Heiliges Jahr ausrufen zu können, wenn der Geburtstag des Heiligen Toribius auf einen Sonntag fällt.
Fest in Ehren des Apostel Jakobus
In der galizischen Hauptstadt Santiago de Compostela, feiert man jedes Jahr vom 24. auf den 25. Juli ein Fest zu Ehren des Apostels Jakobs, dessen Grab sich in der Kathedrale befindet.
Vorallem in den seltenen "Heiligen Jahren" wird das Fest sehr ausgiebig gefeiert. Im "Heiligen Jahr", wird die Pforte (span. Puerta de Perdón) der Kathedrale geöffnet und die Pilger können durchlaufen. Das Durchschreiten symbolisiert den Übergang von der Schuld zur Gnade.
Am 24. Juli am Abend wird mit einem Feuerwerk das Spetakel in Ehren des Apostels Jakobs eröffnet. Sehr viele Menschen besuchen dieses traditionelle Fest, von den Einheimischen über die Pilger bis hin zu den Touristen.
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Dies ist ein Ausschnitt aus unserem Buch "Camino de la Costa | Camino del Norte - Jakobsweg - Küstenweg" von Rod Hützen. Erhältlich in unserem Verlagsshop.