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Packanleitung

Jakobsweg – Richtiger Sitz des Rucksacks

Um einen optimalen Sitz und Tragekomfort des Rucksackes zu erreichen, ist es wichtig, beim Packen viel Sorgfalt auf die richtige Verteilung der Gewichte zu verwenden, damit man ohne Rückenschmerzen das Ziel – Santiago de Compostela (Spanien) erreichen kann.

Der gute Wanderrucksack weist 4 Kompartimente auf:
Das Hauptfach, welches in einen rückennahen und einen rückenfernen Anteil unterteilt wird, das Deckelfach und das Bodenfach.
Bevor Sie Ihren Rucksack packen, sollten Sie Ihre Ausrüstung zusammenstellen und möglichst kleine Schutzsäckchen oder Plastiktüten zum Schutz bereitlegen. Teilen Sie Ihre Ausrüstung in schwere und leichte Gegenstände ein. Sortieren Sie Ihre Ausrüstung und packen Sie sie zum Schutz vor Verschmutzung oder Durchnässung in die Schutzsäckchen oder Plastiktüten. Auch Mülltüten sind während dem Wandern und Pilgern auf Grund ihrer Flexibilität gut geeignet.

Jetzt packen Sie als erstes das Hauptfach. Rückennah kommen zunächst die schweren Ausrüstungsteile. Je weiter weg vom Rücken gepackt wird, umso leichter sollten die Packgegenstände sein. Im Bodenfach finden leichte Gegenstände wie z.B. der Daunenschlafsack, leichte Sandalen, ein leichter Pullover oder ein Regenschutz Platz.

Eine schwere Kulturtasche, ein Buch oder Proviant können Sie gut im Hauptfach ganz oben in Schulterhöhe platzieren. Das Deckelfach wiederum bietet sich für kleine Utensilien wie Stifte, Reisekarten, Sonnenschutzcreme, Müsliriegel, Telefon etc. an. Am Ende sollte der Schwerpunkt des Rucksacks dicht am Körper oberhalb des Hüftgurtes liegen.

Rucksack

Jakobsweg – Rucksack richtig packen

Das Wichtigste ist natürlich der Rucksack: Er sollte leicht und funktionell sein sowie über einen hohen Tragekomfort verfügen. Im Fachhandel gibt es eine mannigfaltige Auswahl an Modellen, am besten vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch in einem Fachgeschäft und fragen nach der Möglichkeit eines „Probetragens“. Günstig sind Rucksäcke mit verschiedenen Fächern, z.B. eines für Schuhwerk, eines für Kleidung. Erkundigen Sie sich auch nach der Wasserdichtigkeit Ihres Rucksackes: Manche benötigen einen zusätzlichen Regenschutz, manche kommen ohne diesen aus. In jedem Fall empfiehlt es sich, bei der Bestückung des Rucksacks darauf zu achten, wenn möglich Schutzhüllen aus Plastik für die Kleidung etc. als zusätzlichen Nässeschutz zu verwenden. Den häufigsten Anfängerfehler sollte man jedoch unbedingt vermeiden: Ein zu voller und zu schwerer Rucksack macht die Reise von Anfang an beschwerlicher. Sie werden sich eh im Laufe der Wanderung von verschiedenen, überflüssigen Sachen trennen, die Sie auch gleich zu Hause hätten lassen können. 

Als Faustregel gilt: Nicht mehr als 10% des eigenen Körpergewichts aufladen.

 

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Lockern Sie alle Trageriemen an Ihrem Rucksack.
Schultern Sie Ihren Rucksack, positionieren Sie den Hüftgurt mittig auf den Hüftknochen und schließen Sie ihn. Er sollte eng sitzen, aber den Bauch nicht einengen.
Nun ziehen Sie die Schultergurte fest. Sie sollten nur so fest angezogen werden, dass das Hauptgewicht weiter auf dem Hüftgurt und nicht auf den Schultergurten lastet.   Wenn Stabilisierungsriemen am Hüftgurt vorhanden sind, diese bitte festziehen. Anschliessend ziehen Sie die Lageverstellriemen an den Schultergurten an, um einen guten Kontaktzwischen Rucksack und Rücken herzustellen.  Als letztes schließen Sie den Brustgurt und justieren ihn so, dass die Schultergurte für Sie bequem sitzen und Sie nicht bei den Armbewegungen behindern  Überprüfen Sie noch einmal den richtigen Sitz: Hüftgurt mittig auf den Hüftknochen und nicht darüber, die Schultergurte tragen nur einen kleinen Teil des Gewichtes und der Rucksack schmiegt sich dem Rücken bequem an. Wenn alles perfekt ist, heisst es: Eine neue Etappe liegt vor Ihnen