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Essen und Trinken am Jakobsweg

Jakobsweg – Kulinarische Reise

Wenn sie ausschließlich in Pilgerherbergen übernachten, werden Sie vermutlich zum Selbstversorger. Einige Herbergen verfügen über Küchen, in denen die zuvor gekauften Lebensmittel zubereitet werden können. Ganz wenige Herbergen verkaufen Lebensmittel oder verfügen über eine einfache Gastronomie.

Jakobsweg – Gastronomie in Portugal

Die Pilgerreise in Portugal kann aber auch zu einer Entdeckung der portugiesischen Küche und des Weines werden. In allen Orten finden sich meistens einfache Bars (cervejarias), in denen man einfache, aber oft sehr gute Hausmannskost genießen kann. Je weiter Sie in Richtung Meer und Norden kommen, wird die Küche mehr und mehr durch Fisch und Meeresfrüchte geprägt. Portugal rühmt sich, 365 Rezepte für die Zubereitung von bacalhau (span. = bacalao) zuhaben. Bacalhau ist Kabeljau, der zur Konservierung stark gesalzen und getrocknet wird. Bevor er wieder genießbar ist, muss er in einer aufwendigen Prozedur gewässert werden, ist dann aber oft von sehr zarter Qualität. In der Region zwischen Lissabon und Coimbra werden Sie oft Leitão auf der Speisekarte finden. Das ist Spanferkel, welches meistens über dem Grill zubereitet wird. Häufig finden Sie zur Mittagszeit in den Restaurants und cervejarias ein „ementa turistica“ (span. = menu del dia). Es handelt sich in der Regel um einfache, aber schmackhafte 3-Gänge-Menüs, die zwischen 8 und 12 Euro kosten und meistens die Getränke Wein, Wasser und Kaffee, einschließen.

Pilgerweg – Restaurants in Spanien

Der Jakobsweg in Spanien ist auch eine kulinarischen Reise… Das Baskenland beispielsweise ist die Region Spaniens, die über die meisten 3 Sterne-Restaurants verfügt. Die Basken lieben das gute Essen und nehmen sich viel Zeit, um in geselliger Runde, im Kreise der Familie oder Freunde, eine gute Mahlzeit einzunehmen. Da der Camino auch ein Weg der Kontemplation ist, können Sie diese Bedächtigkeit bei der Auswahl und beim Genuss Ihrer Mahlzeiten umsetzen. Im Baskenland, aber auch in den Provinzen Kantabrien, Asturien und Galizien, ist es fast unmöglich einen nicht fangfrischen Fisch auf den Teller zu bekommen. Ein besonderer Reiz dieser Region ist die Mannigfaltigkeit der Meeresfrüchte (Mariscos), die auf dem ganzen Weg in hervorragender Qualität genossen werden können. Es gibt regionale Spezialitäten wie etwa Percebes, eine etwas skurril aussehende Muschelart Galiziens, die sonst fast nirgendwo zu finden ist. Die Gerichte, wenn auch einfach zubereitet, bestechen durch ihren authentischen Geschmack, und die absolute Frische der Produkte macht jede Mahlzeit zu einem Hochgenuss. Fast überall gibt es in der Mittagszeit ein „Menu del dia“, teilweise wird auch ein Pilgermenü, „ Menu del Peregrino“, angeboten.

Reguläre Öffnungszeiten der Restaurants in Spanien und Portugal:

Spanien

Frühstück: 08:00 – 10:00 Uhr

Mittagessen: 13:30 – 15:30 Uhr

Abendessen: 20:00 – 23:00 Uhr

Portugal

Frühstück: 08:00 – 10:00 Uhr

Mittagessen: 13.00 – 15.30 Uhr

Abendessen: 19:00 – 23:00 Uhr

Abweichungen von diesen Zeiten sind natürlich immer möglich. In kleineren Orten sind die Geschäfte mittags oft geschlossen. Zwischen den Zeiten bieten sich Tankstellen als Einkaufsmöglichkeit an.