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Der neue Tag zeigt sich bewölkt, aber es regnet nicht. Temperaturen im Bereich um die 14°C, also ganz OK für einen Tag auf dem Camino, ich hoffe, es regnet nicht. Es geht durch den Ort, dann nach ca. 2 km eine Camino-Bar mit grosser Concha am Fenster.

Zeit für einen Kaffee. Der Wirt ist ein Jakobsweg – Fan und weiss viel über den nachfolgenden Streckenverlauf. Es gibt einen hervorragenden „Café con Leche“ und Internet via WiFi, was will man mehr. Weiter „cross country“ über kleine, einsame Asphaltpisten, teilweise mit grossartigem Blick auf den Ozean. Auffallend viele Wasserstellen am Weg und viele Spanier, die in Kanistern dieses wohl wertvolle Nass abfüllen, um es zu Hause als Trinkwasser zu geniessen. Es regnet nicht richtig, teilweise etwas Nieselregen, der aber nicht wirklich stört. Lunch mit Vieras (Jakobsmuscheln) und Lubina (Wolfsbarsch) und die Welt ist wieder in Ordnung. Im Vergleich zu unseren Breiten ist das Leben hier richtig günstig. Ein vollständiges Mittagsmenü mit Vorspeise, Hauptgang, Dessert, Wein und Kaffee gibt es um die 15 €, mindestens 50% billiger als bei uns, wenn man die Qualität des Essens vergleicht. Ein Kaffee am Zwischenstopp mit Churros (eine Art Schmalznudeln) kostet um die 1 €, wo gibt es das sonst in Europa ausser vielleicht in Griechenland? Auch die Übernachtungspreise sind sehr günstig, Pensionen zwischen 15€ und 25€, Hotels mit Service zwischen 25€ und 50€ (jeweils für ein Einzelzimmer, bei zwei Personen ist der Preis meist gleich oder nur leicht erhöht). Die Nacht in einer Pilgerherberge kostet hier ca. 5€. (Aber wir gehen den Camino ja nicht, weil wir „Schnäppchenjäger sind….)